Für einen DDR Bürger ist es schon fast ein Muss, einmal den Rennsteig gelaufen zu haben, und so wagte ich mich mit der Brocken Challenge im Rücken an den Supermarathon, 72 wunderschöne Landschaftskilometer.
Noch unerfahren auf allen Distanzen jenseits der 42 Marathonkilometer habe ich mir zum Ziel gesetzt, unter 10 Stunden zu bleiben. Das hervorragende Läuferwetter – für die Zuschauer war es eher zu kühl – sorgte aber für eine deutlich bessere Zeit.

Im Unterschied zum Brockenlauf, bei dem es im Wesentlichen nur bergauf ging, kamen hier nicht unwesentliche Senken dazu, die auch verletzungsfrei bewältigt werden wollten. Und ja, auch Gefälle kann ordentlich an den Beinmuskeln zerren, so dass dann keine “Körner” mehr für die nächste Steigung vorhanden sind. Genügend Disziplin bergab hilft aber.
Der Lauf war sehr schön und ohne größere Zwischenfälle, die Stationen boten ein für solche Großereignisse gewohnt reichhaltiges kulinarisches Angebot, inklusive des legendären “Schleims” :-)

Die Kondition gut eingeteilt und ständige Hochrechnungen im Kopf machten schon bald eine Zielzeit um die 8 Stunden aus. Um diese auch tatsächlich zu unterbieten, habe ich dann sogar die letzte Verpflegungsstation komplett ausgelassen und tadaa, 7 Stunden und 52 Minuten!

Fazit: herrliche Veranstaltung, die ich jedem Ultraläufer nur empfehlen kann. Der Rennsteiglauf ist eine Tradition und mittlerweile sogar europaweit eine Instanz.